Das Düsseldorfer Altbier

Das Düsseldorfer Altbier

Knappe 47 Kilometer nördlich von Köln liegt Düsseldorf, das einen ganz anderen Bierstil sein Eigen nennt. Altbier hat eine rötliche Kupferfarbe, ist weich im Geschmack, malzig, aber hopfig und bitter zugleich. Im Wesentlichen ist Düsseldorfer Alt herb und trocken. Der Brauprozess erinnert an die traditionellen Methoden, bevor das Lager seinen Einzug gehalten hatte. Ähnlich wie beim Kölsch, enthält Altbier fünf Volumenprozent Alkohol, jedoch mehr Hopfen mit traditionellen deutschen Hopfenvarianten. Geschmack und Aroma dieser Hopfen werden im Alter niedrig gehalten, doch die Brauereien fokussieren die Bitterkeit des Hopfens. Das Resultat sind die herbsten deutschen Biere – Alt entspricht 50 IBU auf der „International Bitterness Units“-Skala.

Obwohl sowohl Kölsch als auch Alt obergärige Biere sind, die Bierhefe verwenden, variieren beide Brau-Fraktionen die traditionelle Bierproduktion durch Kaltlagerung, nachdem die Biere anfänglich eine Warmgärung durchlaufen haben. Diese Vermischung aus Ale- und Lagerbraumethoden macht beide Biere auf ihre Art einzigartig. Obwohl die Biere aus den Rheinstädten mit dem Pale Ale aus England verwandt sind, sind Kölsch und Alt bei Weitem nicht so fruchtig oder aromatisch wie die Biersorten in den englischen Pubs. Um die ganze Sache noch etwas verwirrender zu gestalten, ist es in Düsseldorf gar nicht ungewöhnlich, Altbiere als obergäriges Lagerbier zu beschreiben.