Biere, Stile und Gärprozesse

Biere, Stile und Gärprozesse

Um den Stil eines Bieres zu bestimmen, muss man zuerst seinen Ursprung betrachten. Geografische Herkunft bestimmt sehr oft die Zutaten, die während des Brauens verwendet werden, und diese bestimmen dann die Geschmacksprofile. India Pal Ale (IPA) aus den USA, England und Belgien haben, obwohl sie den gleichen Namen tragen, deutliche Geschmacksunterschiede. Das kann für alle Arten von Bieren gesagt werden.

Im Allgemeinen werden alle Biere entweder als Lager oder als Ale eingestuft, was durch die Art der Hefe während der Gärung bestimmt wird. Hefe in Lagerbier vergärt am Boden des Gärgefäßes (untergärig), während ein Ale an der Oberfläche fermentiert (obergärig). Die Prozesse bedingen dann unterschiedliche Temperaturen während des Gärprozesses. Ale und Kölsch sind obergärige Biere, welche wärmere Temperaturen benötigen. Bei untergärigen Lagerbieren ist der Gärprozess länger und erfordert kühlere Temperaturen. Im Wesentlichen hat Hefe in Lager eine geringere Alkohol-Toleranz als Hefe in Ale oder Kölsch. Spontan fermentierende Hefen produzieren Sauerbiere.

Weitere Unterscheidungsmerkmale sind Farbe und Aroma des Bieres, welche die Stilfamilie eines Bieres bestimmen. Sowohl Lager aus den USA als auch ein Deutsches Helles (oder Blondes) sind Lagerbiere und gehören zur Familie der Pale Lager und Pilsener. Beide Biere sind untergärig, doch während sie sich ähnlich sind, unterscheiden sich die beiden Lager deutlich im Geschmack. Da alle Biere als Ale oder Lagerbier ihren Anfang haben, entwickeln sich ab hier bestimmte Stil- und Geschmacksrichtungen. Als Unterarten von Ale können zahlreiche Biersorten aufgeführt werden, darunter helle Ales, India Pal Ale, Porter, Starkbiere, Kölsch, Weizenbier und belgische Biersorten. Lagerbiere können auch in verschiedene Stile unterteilt werden, zum Beispiel Pilsener oder dunkles amerikanisches Lager.